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24.05.2018 02:49:51



Mitteilungen aus dem Gemeinderat

Öffentlicher Verkehr als Standortfaktor

Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor. Der öffentliche Verkehr (öV) leistet dabei einen wesentlichen Beitrag für die Sicherstellung einer guten Erschliessung unter Schonung der Umwelt und einer gesunden Lebensqualität. Der Beitrag der Gemeinde Ruswil an den öV über den Verkehrsverbund Luzern beträgt für das Jahr 2018 786000 Franken. Patrick Wicki-Koller wurde in stiller Ersatzwahl als Mitglied der Bürgerrechtskommission gewählt. Für den Ortsplanungs-Ausschuss ist eine Persönlichkeit für das Präsidium gesucht.

Die Kosten des öffentlichen Verkehrs des Kantons, auch anteilsmässig für überregionale Verbindungen, sind mit total 109.34 Millionen Franken für das Jahr 2018 budgetiert. Die Luzerner Gemeinden beteiligen sich mit 50% an den Kosten. Diese setzen sich zusammen aus dem massgebenden Beitrag an den Verkehrsverbund Luzern für die Abgeltung der Dienstleistungen der Transportunternehmen, dem öV-Investitionsbeitrag, dem Kostenbeitrag für den Bahninfrastrukturfonds und dem Beitrag an den Behindertenfahrdienst. Als Grundlage für die Berechnung des Kostenverteilschlüssels für die Gemeinde gelten der aktuelle Fahrplan 2018, die Wohnbevölkerung und das Verkehrsinteresse der Gemeinde. Das Verkehrsinteresse wiederum setzt sich gewichtet zusammen aus den Anzahl der Haltestellen, deren Haltestellenabfahrten und dem Siedlungsgewicht mit Anzahl Einwohner und Arbeitsplätze im Haltestellenumkreis. Dabei werden nicht nur die Haltestellen für die Rottal-Buslinien 60, 61, 62 und 64 berücksichtigt, sondern auch anteilmässig die Bahnverbindungen mit Regioexpress 460 und S6 über den Bahnhof Werthenstein auf Gemeindegebiet und zusätzlich die S7 ab Bahnhof Wolhusen. Durch diesen Verteilschlüssel ergibt sich einen Kostenbeitrag 2018 von total 785997 Franken für den öV der Gemeinde Ruswil. Der diesjährige Gemeindebeitrag liegt um 49799 Franken höher als im letzten Jahr.

Ersatzwahl Mitglied Bürgerrechtskommission
Patrick Wicki-Koller, Homberg 3, wurde auf Vorschlag der CVP in stiller Wahl als Mitglied der Bürgerrechtskommission gewählt. Er wird sein Amt ab 1. April 2018 für den Rest der Amtsperiode 2016 - 2020 als Nachfolger der zurückgetretenen Cornelia Reichmuth antreten. Der Gemeinderat gratuliert zu seiner Wahl und wünscht ihm viel Erfolg und Befriedigung in seinem neuen Amt.

Siedlungsleitbild
Die Gemeinde Ruswil befasst sich seit Anfang 2018 mit der Anpassung der Ortsplanung an das neue kantonale Planungs- und Baugesetz. Die Ortsplanungs-Revision gliedert sich dabei in zwei Teile. In einem ersten Schritt ist das neue Siedlungsleitbild als Grundlage zu erstellen. Im Siedlungsleitbild geht es darum, die konzeptionellen räumlichen Festsetzungen zur Siedlungsentwicklung für die nächsten 10 bis 20 Jahre zu treffen. Auf dieser Grundlage werden in einer nächsten Phase die Zonenpläne inklusive dem Bau- und Zonenreglement (BZR) überarbeitet.

Präsident für Ortsplanung gesucht
Für die Festlegung des Siedlungsleitbildes hat sich der Gemeinderat entschieden die Mitwirkung der Bevölkerung im Rahmen von öffentlichen Workshops sicherzustellen. Die Grundlagen dafür werden in einem kleinen Gremium, dem Ortplanungs-Ausschuss, erarbeitet. Diesem Ausschuss gehören nebst dem Ortplanungsbüro ecoptima AG, die Gemeinderäte Rolf Marti und Thomas Glanzmann, sowie der Abteilungsleiter Ueli Zihlmann an. Zur Vervollständigung sucht der Gemeinderat eine Persönlichkeit als Präsidentin oder Präsidenten mit der Affinität zur Siedlungsentwicklung mit Wohnsitz in Ruswil. Angesprochene Personen können sich bis zum 28. Februar 2018 bei der Abteilung Bau & Infrastruktur (bauinfrastruktur@ruswil.lu.ch; 041 495 70 78) melden. Zur Bearbeitung der zweiten Phase (BZR und Zonenpläne) wird eine grössere, parteipolitische und ortsteilbedingte Ortsplanungskommission eingesetzt.

Unterhaltsarbeiten am Kanalisationssystem
Mit der Anpassung des Siedlungsentwässerungsreglements gehen die Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten am Kanalisationssystem innerhalb der Bauzone bis zum letzten Hausanschlussschacht (Y-System) an die Gemeinde über. Anlässlich dieser neuen Aufgaben wurde die Gemeinde Ruswil in fünf Gebiete unterteilt, welche alternierend im Fünfjahresrhythmus gespült und gefilmt werden. Anhand der Filmaufnahmen lässt sich eruieren, in welchen Leitungssystem Unterhaltsarbeiten anstehen. Die ersten Unterhaltsarbeiten werden nun im Gebiet Rebstock, Rosswöschstrasse und Dorfkern Ruswil durchgeführt. Diese Arbeiten beinhalten primär das Einmessen und Kalibrieren, wie auch das Fräsen der Kalkablagerungen und die Abdichtung durch das Schlauchrelining-Verfahren. Bei diesem kostengünstigeren grabenlosen Verfahren wird ein mit Kunstharz getränkter Kunststoffschlauch in den Kanal eingezogen und anschließend ausgehärtet. Diese Arbeiten werden ab dem 12. Februar 2018 durch die Firma arpe AG, Buckten im Kanton BL, durchgeführt. Die Erneuerungsarbeiten, gemeint ist das Ersetzten von alten Leitungen mittels Grabarbeiten, starten dann im Mai 2018. Diese Arbeiten können vereinzelt zu Betretungen von Privatgrundstücken führen. Die Grundeigentümer werden darüber vorgängig informiert.

Angebot SchuFaTas für das Schuljahr 2018/19
Im vergangenen Sommer hat die Schule Ruswil das bestehende Angebot der Tageselternvermittlung «Rundum» mit einem eigenen Angebot der Schul- und Familienergänzenden Tagesstrukturen (SchuFaTas) ergänzt. Angeboten werden die Betreuungselemente (BE) 1 (Frühmorgenbetreuung vor dem Unterricht), BE 2 (Mittagsverpflegung und Mittagsbetreuung), BE 3 (Frühnachmittagsbetreuung) und BE 4 (Spätnachmittagsbetreuung). Der Gemeinderat hat an seiner letzten Sitzung hierzu die Verordnung erlassen sowie die Tarifliste für das Schuljahr 2018/19 verabschiedet. Die Anmeldungen zu den SchuFaTas für das neue Schuljahr werden ab Mitte März auf der Website der Schule Ruswil aufgeschaltet sein.

Jahresbericht 2017 des Betreibungsbeamten
In seinem 34. Rechenschaftsbericht des Ruswiler Betreibungsbeamten, Markus Egli, wurden im Jahre 2017 968 neue ordentliche Betreibungen auf Pfändungen, Konkurs oder Grundpfand registriert. Dies entspricht einem Anstieg um 48 Fälle gegenüber dem Vorjahr. Die Betreibungssumme belief sich dabei auf 3.6 Millionen Franken. Dieser Anstieg um 5% der Fälle ist umso erstaunlicher, da im Jahr 2016 die Anzahl der Fälle durch anstehende Verjährungen von offenen Forderungen bereits sehr hoch waren. Laut Markus Egli lässt sich dieser Anstieg teilweise durch die schnellere Einforderung von Ausständen bei den Steuern und Krankenkassenprämien und durch die Abtretung der Eintreibungen an Inkassounternehmungen erklären.

5. Rottaler Musikschulwettbewerb in Ruswil
Am 24. und 25. Februar 2018 findet im Pfarreiheim und Dorfschulhaus in Ruswil der 5. Rottaler Musikschulwettbewerb statt. Dies ist der erste Wettbewerb nach der Fusion der Musikschulen Ruswil, Buttisholz und Grosswangen. Organisiert wird der Wettbewerb durch die Leitung der regionalen Musikschule Rottal mit Standort in Ruswil durch Simone Meier-Bättig und Beat Felder. Unterstützt werden sie dabei durch zahlreiche Helfende, unter anderem aus der Bergmusik Sigigen, dem Musikverein Ruswil, der Ortsmusik Rüediswil und der Musikschulkommission Rottal. Gestartet wird am Samstag in sechs Solo-Kategorien und am Sonntag in Duos und Ensembles. Die Erstplatzierten einer Kategorie präsentieren sich am Schlusskonzert am Sonntag, 25. Februar 2018 um 16:30 Uhr im Pfarreiheim Ruswil. Der Gemeinderat freut sich, Austragungsort im Jahr 2018 zu sein, dankt herzlich der vielen Sponsoren, Gönnern und Helfern und wünscht den über 240 Teilnehmenden viel Erfolg.

Datum der Neuigkeit 1. Feb. 2018
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