Auszeichnungen

2. Platz Award «Gesundes Luzern» 

Der Award «Gesundes Luzern» wurde 2024 erstmals verliehen. Eingabeberechtigt waren Projekte zum Handlungsfeld «Bewegungsfreundliches Umfeld». Nominiert waren 30 Projekte von Gemeinden und Organisationen aus dem ganzen Kanton Luzern. Sie tragen dazu bei, dass das Umfeld für die Bevölkerung attraktiver und zugänglicher wird und animieren so insbesondere ältere Menschen wie auch Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung. Ein bewegungs- und begegnungsfreundliches Umfeld leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung.

Am 19. November 2024 hat die Kommission für Gesundheitsförderung und Prävention drei Projekte hinsichtlich Bewegungsfreundlichkeit als herausragend bewertet und mit dem Award «Gesundes Luzern» ausgezeichnet. Den zweiten Platz gewann die Gemeinde Ruswil mit dem Begegnungsplatz Surbrunnematte. In Ruswil entstand auf einer Brache mitten im Dorf ein Begegnungsplatz, der für alle Altersgruppen attraktive, vielseitige Spiel- und Bewegungsangebote bietet und somit zum Aktivsein oder auch nur zum Verweilen einlädt. Rollstuhlgängige Wege verbinden die verschiedenen Bereiche untereinander.

Preisverleihung

 

Schweizer Dorf des Jahres 2020

Ruswil wurde 2020 zum „Schweizer Dorf des Jahres“ gewählt. Die Auszeichnung würdigt das grosse Engagement und die starke Solidarität, die in der Gemeinde besonders während der Coronapandemie sichtbar wurden.

Mit verschiedenen Hilfsaktionen zeigten Vereine und Einwohnerinnen und Einwohner, wie gut der Zusammenhalt in Ruswil funktioniert. Dazu gehörten unter anderem Einkaufsdienste, Telefonketten und weitere Initiativen, mit denen sich Menschen gegenseitig unterstützten.

Gemeindepräsident Franzsepp Erni zeigte sich stolz über die Ehrung. Er betonte, dass die Auszeichnung ein Zeichen der Wertschätzung für alle sei, die sich in dieser schwierigen Zeit für andere eingesetzt haben.

Die Übergabe der Urkunde fand am 1. Oktober 2020 in kleinem Rahmen statt. Wegen der Corona-Situation wurde auf ein Dorffest verzichtet.

 

Energiestadt Ruswil

Das Label Energiestadt ist eine Auszeichnung des Bundesamtes für Energie und des Trägervereins "Label Energiestadt" und wird jenen Gemeinden verliehen, die ausgesuchte energiepolitische Massnahmen realisieren oder beschlossen haben. Das Label steht für eine konsequente und erlebensorientierte Energiepolitik. Energiestädte fördern erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Nach der Vergabe des Labels "Energiestadt" prüft die Label-Kommission die Umsetzung der beschlossenen Massnahmen anhand von Audits und Erfolgskontrollen. Die Standards für die Vergabe des Labels "Energiestadt" werden laufend den neusten technischen und energiepolitischen Erkenntnissen angepasst.

Damit eine Gemeinde das Label Energiestadt erhält, muss sie 50% der möglichen Punkte des Massnahmenkatalogs Energiestadt erreichen. Ruswil erreicht mit 61% der möglichen Punkte das Energiestadtlabel deutlich. Dies bedeutet im Vergleich zu 2016 einen Anstieg von 4%. Es ist seit der Erstverleihung im Jahr 2012 bereits die dritte Zertifizierung.

Auf den Dächern der gemeindeeigenen Gebäude werden auf bestehenden Bauten und Neubauten konsequent Fotovotaikanlagen installiert. Diese Vorbildunktion wirkt: Die Stromproduktion durch Sonnenenergie auf dem Gemeindegebiet liegt im kantonalen Vergleich deutlich über dem Durchschnitt.

Der Anteil der erneuerbaren Energie bei der Wärme auf dem Gemeindegebiet steigt. 38% des gesamten Verbrauchs waren es 2015, 51% sind es 2019. Beim Austausch von Wärmeerzeugern wird konsequent von fossilen auf erneuerbare Energieträger umgestellt. Vor allem die Wärmepumpen haben stark zugelegt.

Die Initiativen aus der Bevölkerung für eine Temporeduktion auf Quartierstrassen wurden von der Gemeinde ernst genommen. Die Tempo-30-Zonen wurden 2020 flächendeckend umgesetzt. Dies steigert die Aufenthaltsqualität, reduziert Lärmemissionen und führt zu weniger gefährlichen Situationen im Strassenverkehr.

Die Gemeinde setzt sich im öffentlichen Verkehr für attraktive Verbindungen ein, damit optimale Anschlüsse an die Zentren weiter verbessert werden. Dies fördert das Umsteichen auf die öffentlichen Verkehrsmittel und reduziert den Anteil am motorisierten Individualverkehr.

Nachdem das anfängliche Angebot von der Betreiberin eingestellt wurde, hat sich die Gemeinde für ein neues Car-Sharing-Angebot für die Bevölkerung eingesetzt. 

Vorzeigeprojekte

  • Neubau Dreifach-Sporthalle: Anschluss an Wärmeverbund und Installation einer Photovoltaik-Anlage
  • Beheizung eines grossen Teiles der eigenen Liegenschaften über einen Wärmeverbund mit Holzschnitzeln
  • Verwertung von 200 Tonnen Grüngut in einer Biogasanlage